So funktioniert eine Index Option

Eine Index Option bietet dem Inhaber der Option die Möglichkeit, an den Entwicklungen eines Index teilzuhaben. Dabei kann der Anleger auf steigende Kurse sowie auf fallende Kurse eines Indices setzen. Somit ist es beispielsweise möglich, eine Call bzw. Put Option auf den Deutschen Aktienindex (DAX) zu erwerben.
Eine Ausübung der Option führt zu einem Barausgleich, da der Index, im Gegensatz zu einer Aktie, nicht geliefert werden kann. Die Differenz zwischen dem Basispreis und dem aktuellen Börsenkurs wird ausgezahlt (cash settlement). Die Option bietet dem Inhaber nur die Möglichkeit, am Ende der Laufzeit auszuüben. Es handelt sich um eine Option "europäischer Art".

Berechnung der Index Option (ODAX)

Zur Berechnung des gesamten Kontraktwertes wird der aktuelle Stand des DAX mit dem Multiplikator von 5 Euro berechnet. Daraus folgt bei einem DAX-Stand von beispielsweise 7000 Punkten einen Kontraktwert von 35.000 Euro.

Handelszeiten der Index Option auf den DAX

Die Handelszeit beginnt um 09.00 Uhr und endet um 17.30 Uhr. Der Index wird basierend auf den Xetra Kursen der im DAX enthaltenen Aktien berechnet.

Mit dem Kauf von Index Optionen lassen sich verschiedene Anlagemotive verfolgen. Neben der Spekulation auf steigende oder fallende Börsenkurse kommt auch die Absicherung des Depots in Betracht. Der Käufer der Option beschränkt sein Risiko auf die gezahlte Optionsprämie. Sein möglicher Maximalgewinn ist unbegrenzt. Nimmt der Anleger eine short call Position ein, so ist er verpflichtet den Basiswert zu liefern. Da dies bei einer Index Option über den Barausgleich (Differenzzahlung) gesteuert wird, ist das theoretische Risiko unbegrenzt hoch. Daher sind ungedeckte short Geschäfte hoch riskant, zumal auch nicht der gesamte Kontraktgegenwert als Sicherheitsleistung (margin) hinterlegt werden muss, sondern nur ein Bruchteil. Aufgrund dessen sind viele Anleger geneigt, mehrere Kontrakte einzugehen. Läuft der Markt jedoch gegen sie, so wird der enorme Hebel deutlich.